Das Ballet Nice-Méditerranée bringt sein Publikum zum Rasen
"Sein Ideal fordern und für seine Überzeugungen eintreten."
Am 27. Mai 1840 starb Paganini in Nizza. 170 Jahre später, erwacht Niccolo Paganini in dem Ballet La Campa nella unter den teuflisch wilden Schritten des Sternentänzers Eric Vu-An in einer raffinierten und heiteren Choreographie von Giorgio Mancini zu neuem Leben. Ein Ereignis in rot, voll Leidenschaft, Virtuosität und künstlerischer Verve.
Dem Ballet Nice-Méditerrané ist eine schöne Pirouette gelungen. Ende Mai 2010 setzte Eric Vu-An als neuer künstlerischer Direktor Zeichen, indem er ein ebenso abwechslungsreiches wie einfallsreiches Programm bot: La Campanella von Giorgio Mancini, die Cantate 51 von Maurice Béjart und Viva Verdi von Luciano Cannito. Eine schöne Hommage an Italien, vor allem aber eine feierliche Begehung des Anschlusses Nizzas an Frankreich vor genau 150 Jahren. Besonders in La Campanella ist Eric Vu-An, ehemaliger Tänzer am Béjart Ballet und der Opéra de Paris, atemberaubend. Ganz in Rot gekleidet, hypnotisierend und verführerisch dirigiert Eric Vu-An mit Schritten und Armen drei Noten-Tänzerpaare, so wie einst ein Paganini seine Cannone-Violine spielte.
Als Paganini Mancini traf
Die polysensorische Inszenierung von Giorgio Mancini, der von Eric Vu-An für diese Hommage an Paganini berufen wurde, zieht jeden Zuschauer unweigerlich und hoffnungslos in ihren Bann. Ein Zauber stellt sich ein: Das flammende Rot der Kostüme und des Tanzteppichs Harlequin HI-SHINE™), die diabolische Musik Paganinis sowie die umwerfenden Interpretationen der Noten-Tänzer und eines Paganini-Vu-An betören Auge und Gehör.
Es brauchte die Leichtigkeit und Sensibilität eines Italieners, um diese Inszenierung zum Erfolg zu führen, und um die komplexe Beziehung Paganinis zur Musik und den Noten, die sie ausmachen, zwischen Attraktion, Verzauberung, Verwirrung und Faszination zu übersetzen. Und mit Giorgio Mancini, ehemaliger Tänzer der Ballette des 20. Jahrhunderts, der sehr früh zum künstlerischen Direktor des Grand Théâtre de Genève berufen wurde, ist es möglich geworden. Durch das Wagnis, einen rotleuchtenden Tanzteppich Harlequin HI-SHINE™ auszurollen, traf der italienische Choreograph eine eindeutige Entscheidung.
"Sein Ideal fordern und für seine Überzeugungen eintreten" ist nicht nur das Credo von Eric Vu-An, sondern wird im Geiste zum gemeinsamen Nenner dieser Großfamilie von Künstlern, wie Vu-An, Béjart, Verdi, Paganini oder Mancini.
Die schwarze Magie von Wonderland: Welt ohne Halt und Orientierung
"Ich musste mit der Sprache, den Bewegungen und dem Vokabular des Tanzes brechen."
Wonderland, die jüngste Kreation des Balletts Victor Ullate – Communidad de Madrid: ein groSSer Erfolg. Und dies umso mehr, als die Wette nicht von vorneherein gewonnen war, denn der spa nische Choreograph wagte sich an ein Ta bu heran: die Geisteskrankheit.
Wonderland, das seiner Schwester Marisol gewidmet ist, die sich seit acht Jahren in einer psychiatrischen Anstalt befindet, führt uns in eine Welt ohne Orientierung und sozialen Rahmen. Es braucht einen Meister wie Ullate, um dieses schwierige Thema und die Verwirrtheit von Geisteskranken auf die Bühne zu bringen und einen Raum zu schaffen, der Licht und Hoffnung bringt. Wonderland geht sogar noch weiter: Es ist eine persönliche Hommage an all die besonderen Wesen, die in dieser Nebenwelt leben. Die sensible Interpretation der Tänzer zeichnet die Konturen einer auf den ersten Blick fremden und entfernten Welt nach.
"Ich musste mit der Sprache, den Bewegungen und dem Vokabular des Tanzes brechen, denn "ein Verrückter" hat keine Regeln," erklärt Victor Ullate. Eine der Eigenheiten besteht darin, das Ballet wie getanztes Theater zu begreifen.
Der Tanz auf einem grauen Tanzteppich Harlequin STUDIO™ verstärkt diese fahle und nahezu farblose Atmosphäre nur noch, die sich je nachdem, wie das Stück an Intensität gewinnt, ändert. Die Sinnleere allein durch das Spiel der Emotionen des Tanzes mit Sinnhaftigkeit zu füllen ist ein quasi magischer Akt, den Victor Ullate für sein Publikum geschaffen hat. Wonderland dort zu finden, wo es niemand erwartet hat, ist eine schöne Lektion über Demut und Aufgeschlossenheit.
Allegro andante im DanceHaus von Mailand
Die Accademia Pier Lombardo, ehemalige Industrieanlage, die heute dem Ta nz dient, hat ihren Namen geändert. Am 24. September wurde in Mailand das DanceHaus eröffnet: ein Raum mit 1.200 m2 unter der Leitung der berühmten Tänzerin und Choreographin Susanna Beltrami.
Patrick Lesage, Senior Sales and Marketing Manager von Harlequin Europe war vor Ort, um in Gegenwart der Presse und zahlreicher Vertreter aus Tanz und Mode, das zu feiern, was er "die großzügige Geste von Susanna Beltrami gegenüber ihren Schülern und Dozenten des DanceHaus" nennt. "Dadurch, dass die Säle mit einem Tanzteppich Harlequin ALLEGRO™, ausgestattet wurden, verpflichtet sich DanceHaus der Gesundheit seiner Tänzer. Eine aktive und verantwortungsvolle Vorbeugung gegen Verletzungen."
Den Tanz leben und leben lassen
Susanna Beltrami, die in Italien vor allem aufgrund ihrer Mitwirkung in der Fernsehsendung Italian Academy 2 auf Rai 2 bekannt ist, ist eine Tänzerin, die mit den Größten ihres Fachs zusammengearbeitet hat, u.a. mit Rosella Hightower und Merce Cunningham. Die Direktorin ist eine Persönlichkeit, die so untypisch ist wie das neue Konzept von DanceHaus.
Ein "Haus" wieder aufbauen, in dem man in jedem Zimmer (Küche, Bad etc.), an der Wand befestigt, alte, weiß angestrichene Möbel vorfindet. Indem man eine Seele erschafft, einen symbolischen und vertrauten Kokon herstellt, um den Schaffungsakt intensiver werden zu lassen, entsteht eine Atmosphäre, in der man besser tanzt, besser interpretiert und den Tanz besser lebt. Harlequin wünscht allen Bewohnern dieses sympathischen Hauses, dass es das Haus des Glücks wird, allegro andante!
Diamonds are forever
Grün, Rot und WeiSS sind die Fa rben der Trilogie Joyaux, eine Kreation, die ursprünglich von Balanchine stammt, als Hommage an die drei Länder, die sein Leben prägten: Frankreich mit "Smaragde", Amerika mit "Rubine" und Russland mit "Diamanten". Die Semperoper Dresden hat diese sehr persönliche Autobiographie des berühmten Mister B. wieder zu Ehren gebracht.
2009 begann die Trilogie mit dem Ballett "Rubine" zur Musik von Strawinsky. Ein Stück, das sich dem Glamour, der Energie und der Komik der Musicals des Broadway widmet. Am 20. Juni 2010 interpretierte das Dresden Semperoper Ballet "Diamanten" im Rahmen eines Abends mit dem Titel Trois Couleurs Blanc. Das überraschende Programm wurde ergänzt durch A sweet Spell of Oblivion von David Dawsons, gefolgt von Spazio-Tempo von Jacopo Godani.
Als absoluten Höhepunkt konnte das Publikum "Diamanten" von Balanchine zu einer Musik von Tschaikowsky neu entdecken. Ein Ballett, in dem sich Balanchine von seinen russischen Wurzeln einfangen lässt, und das einen Tanz bietet, der von intensiven Emotionen geprägt ist.
Vom Juwel zum Ballett
Die Tänzerinnen in ihren mit Diamanten und Kristallen verzierten weißen Ballettröckchen funkelten wie Tausend Lichter auf dem Tanzteppich Harlequin CASCADE™. Die Inszenierung verzauberte das Dresdner Publikum mit ihrem unaufhörlichen Spiel zwischen Licht, Anmut, Glitzern und Funkeln. Harlequin ist stolz, an dieser glänzenden Hommage an Balanchine, den Tanz, die Tänzer sowie die Landeshauptstadt Sachsens mitgewirkt zu haben.
Interview : Jason Beechey
Wegen ihren schwindelerregenden Sprüngen, die Überschwänglichkeit und Lebensfreude ausdrückten, ist sie bis heute berühmt geblieben. Die Palucca Schule im Jahr 2010 liegt am Basteiplatz und ist zudem die erste und bis heute einzige unabhängige Hochschule für Tanz in Deutschland.
Harlequin unterstützt die 1. Konferenz für Tanzmedizin und Forschung am 29. Mai in Luxemburg
Diese Konferenz richtet sich speziell an Fachärzte, Pysiotherapeuten, Movement Spezialisten, Heilpraktiker, Ballett Direktoren, Choreographen, Tanzlehrer und Tänzer aus dem Professionellen Tanzbereich.
Themen der Konferenz sind Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens sowie Leistungsoptimierung bei professionellen Tänzern durch Implementierung sicherer und schonender Tanzmethoden, körperlich und geistig stimulierenden Trainings sowie Verletzungspräventation.