|
Round Table Gespräch in Madrid

Am 23. April 2007 hat Harlequin in Madrid in gemeinsamer Zusammenarbeit mit der Comunidad de Madrid ein Round Table Gespräch zur Notwendigkeit einer Gesetzesgrundlage für Tanzbeläge in Spanien iniziiert.
Im Gegensatz zu Ländern wie Frankreich, wo es offizielle Bestimmungen zur Verlegung von Schwingböden gibt, klafft in Spanien bezüglich dieser Frage eine Gesetzeslücke. Lediglich das Königliche Dekret 389/1992 vom 15. April 1992 besagt, dass „der Tanzboden über einen stoßdämpfenden Bodenbelag verfügen muss“.
Am „runden Tisch“ versammelten sich eine Reihe von renommierten Tänzern, sowie Mediziner, Architekten, Leiter von Konservatorien und städtischen Tanzschulen.
Die Medizin im Dienste des Tanzes
Redner waren u.a. Dr. Boni Rietveld, Chirurg, Orthopäde und Leiter des Dutch- Medical Centre for Dancers and Musiciens in Den Haag, Dr. Juan Bosco Calvo, der sich auf Verletzungen bei Flamenco-Tänzern spezialisiert hat und die berühmte Tänzerin und Flamenco-Choreographin María Pagés, die als Erste den Schwingboden Harlequin LIBERTY™ für den Flamenco verwendete.
Eine Zusammenfassung der wesentlichen Punkte
Nach Vorträgen aus den unterschiedlichen Bereichen kamen die Teilnehmer zu folgendem Schluss:
- In Spanien existiert im Gegensatz zu Frankreich eine Gesetzeslücke den Bereich Tanzböden betreffend. In der einzig gesetzlich fixierten Klausel heißt es, dass Tanzsäle mit einem „stoßdämpfenden Bodenbelag“ ausgerüstet sein müssen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dieser Begriff zu vage ist.
- In Spanien gibt es viele Orte, an denen Tanz praktiziert wird und die sogar aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Sie sind jedoch nicht mit professionellen Tanzböden ausgestattet. Dies ist sowohl auf die Unwissenheit der meisten Entscheidungsträger zurückzuführen, die diese Gebäude entwerfen und bauen, als auch auf die fehlenden finanziellen Mittel.
- Inadäquate Tanzbeläge werden kurz-, mittel- oder langfristig die Gesundheit von Profitänzer und Amateur beeinträchtigen können.
Deshalb würde eine europaweit einheitliche Richtilinie bezüglich der Eignung von Tanzböden für die Gesundheitsprävention und -erhaltung nicht nur den Tänzerinnen und Tänzern, sondern auch den politischen Behörden als große Arbeitserleichterung dienen.
Eine europaweite Kampagne zur Sensibilisierung
Dieser Round Table schloss sich demjenigen aus dem Jahre 2006 in Monaco an. Damals wurde über den in Frankreich sehr gängigen, aber umstrittenen kreuzgelatteten Schwingboden und dessen Eignung bei der Prävention von Tanzverletzungen diskutiert.
Das nächste Expertengespräch wurde auf das Jahr 2009 terminiert und sollte im Rahmen der Fachmesse Danza in Fiera in Florenz stattfinden. |